Aktuelles

2. Dezember 2020

In schweren Zeiten gemeinsam.

Diakonie und die Pfarrgemeinde St. Lantpert möchten Weihnachtswünsche Wirklichkeit werden lassen – helfen Sie mit!

In diesem Jahr ist Weihnachten für viele Menschen wegen der Corona-Pandemie eine besondere Herausforderung. Bei der Wunschsterne-Aktion können Bürger*innen bedürftigen Menschen im Landkreis Freising eine besondere Freude machen.

Für die meisten Menschen wird Weihnachten 2020 anders sein, als gewohnt. Viele liebgewonnene Rituale und Feiern müssen dieses Jahr schweren Herzens ausfallen. Gerade Menschen, die sich aus unterschiedlichsten Gründen in einer schwierigen Lebenssituation befinden, hat die Corona-Pandemie besonders schwer getroffen. Auch in unserer unmittelbaren Umgebung gibt es Menschen, die sich in Folge dessen nicht einmal einen kleinen Weihnachtswunsch erfüllen können. Im Hinblick auf Weihnachten erzählt eine alleinerziehende Mutter bei der Beratung in der Diakonie: „Sie habe schon seit vielen Jahren kein Geschenk mehr zu Weihnachten bekommen. Eigentlich kann sie sich gar nicht erinnern, wann sie das letzte Mal etwas geschenkt bekommen hat. Sie hat wenig Geld und zuallererst bekommen die Kinder eine Kleinigkeit. Für sie selbst“, so berichtet sie weiter, „sei dann nichts mehr übrig.“

Vor diesem Hintergrund steht in der Werktagskirche St. Lantpert Freising/Lerchenfeld (aufgrund der veränderten Corona-Beschränkungen steht dieser nicht wie angekündigt in der Bücherei) ein geschmückter Christbaum, ein Symbol der Hoffnung in diesen schweren Zeiten. An diesem Baum hängen die Wunschsterne. Sie können in der Kirche vorbeikommen und sich einen Stern aussuchen und einen Stern mit nach Hause nehmen. Nachdem das entsprechende Geschenk gekauft, schön verpackt und mit dem Stern versehen wurde, kann das Päckchen bis spätestens 17.12.2020 in der Geschäftsstelle der Diakonie (Johannisstraße 6, 85354 Freising von Montag bis Donnerstag 13 bis 16 Uhr) abgegeben werden. Die Mitarbeiter*innen der Diakonie überreichen die Geschenke dann pünktlich zum Weihnachtsfest. 

Kommen Sie in der Werktagskirche vorbei und erfüllen Sie jemandem aus Ihrer Nähe einen Weihnachtswunsch. Alle Beteiligten, die Seelsorger*innen der Pfarrei St. Lantpert sowie die Mitarbeitenden von der Diakonie, aber vor allem die beschenkten Personen freuen sich über jedes abgegebene Geschenk!

Für Rückfragen kontaktieren sie bitte die Geschäftsstelle der Diakonie:
Telefon 08161 / 402980 oder verwaltung@diakonie-freising.de
Pressekontakt: Christina Mayer, Diakonie Freising,Tel. 0152 / 01 36 61 69, Christina.Mayer@diakonie-freising.de

Das Diakonischen Werk Freising e.V., versteht sich als der "ausgestreckte Arm der evangelischen Kirche zu den Armen und Bedürftigen". Verschiedene Fachstellen gehören zum Diakonischen Werk Freising: Kirchliche Allgemeine Soziale Arbeit (KASA) für den evangelischen Dekanatsbezirk Freising, die Fachstelle zur Verhinderung von Obdachlosigkeit (FOL) für den Landkreis Freising, die Flüchtlings- und Integrationsberatung (FIB) für den Landkreis Freising, das Frauenhaus Freising, die Fachberatungsstelle bei häuslicher und sexueller Gewalt/Notruf für Frauen und Kinder (HilDa) sowie verschiedene weitere Projekte. 

 

25. November 2020

Heute, am 25. November ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen und Kindern

Der Internationale Tag zur Beseitigung gegen Gewalt an Frauen und Kindern ist ein  am 25. November stattfindender Gedenk- und Aktionstag zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt gegenüber Frauen, Mädchen und Kinder. Alljährlich soll an diesem Tag das öffentliche Interesse auf die Gewalt gegen Frauen und Kinder gelenkt werden. „In den Vorjahren haben wir immer Aktionen in der Stadt Freising veranstaltet“, berichtet Diakonie-Vorständin Beate Drobniak. In diesem Jahr sei das Corona-bedingt aber nicht möglich. Dennoch sei es wichtig, die Aufmerksamkeit auf dieses Thema zu lenken. Im Jahr 2019 wurde in Deutschland jeden dritten Tag eine Frau durch ihren Partner oder Ex-Partner getötet. Jede dritte Frau in Deutschland ist mindestens einmal in ihrem Leben von physischer und beziehungsweise oder sexualisierter Gewalt betroffen. Etwa jede vierte Frau wird mindestens einmal Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt durch ihren Partner oder Ex-Partner. Betroffen sind Frauen aller sozialen Schichten. „Diese Frauen müssen an sich und an ihre Kinder denken und sich Unterstützung holen“, sagt Beate Drobniak.

„Die Zahlen sind erschreckend, die Folgen für die Opfer vielfältig und schwerwiegend: Ängste, Depressionen, Suizidalität, um nur einige zu nennen“, weiß die neue Schirmherrin des Freisinger Frauenhauses der Diakonie, Irene Forgách. Die Diakonie Freising bietet neben dem Frauenhaus, das als Zufluchtsort in akuten Notsituationen dient, mit ihrer Fachstelle „HilDa“ auch eine erste Anlaufstelle für Frauen und deren Kinder, die von häuslicher und sexualisierter Gewalt betroffen sind. „Häusliche Gewalt ist leider auch bei uns im Landkreis ein großes Thema“, sagt Diakonie-Vorständin Beate Drobniak. „Wir hatten in diesem Jahr bislang etwa 130 Anfragen im Frauenhaus und konnten aber nur zehn Frauen aufnehmen.“ Mit „HilDa“ will die Diakonie betroffenen Frauen und deren Kinder in dieser Krisensituation helfen, dort gibt es monatlich etwa 35 Fälle mit ganz unterschiedlichen Themen. Neben einer psychosozialen Beratung erhalten die Opfer Informationen über den Gewaltschutz, über notwendige ärztliche Untersuchungen, anwaltliche Hilfen und Strafverfahren.

Die Schirmherrin des Frauenhauses, Irene Forgách, ist Fachanwältin für Familienrecht. Sie weiß, wie schwer es vielen Frauen fällt, den ersten Schritt zu tun und sich Hilfe in dieser Situation zu holen. Deshalb will sie betroffenen Frauen zukünftig auch einmal im Monat zusätzlich zu der Unterstützung durch „HilDa“ eine rechtliche Beratung ehrenamtlich anbieten, kündigt sie an.
Diakonisches Werk Freising e. V., Johannisstr. 6, 85354 Freising, Tel. 08161 / 40 29 80, E-Mail: verwaltung@diakonie-freising.de, Website: www.diakonie-freising.de

 

Frauenhaus der Diakonie Freising hat neue Schirmherrin
Irene Forgách, die Frau des Landrats Helmut Petz, ist die neue Schirmherrin des Frauenhauses der Diakonie Freising. „Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit ihr“, sagt Diakonie-Vorständin Beate Drobniak. „Ich sehe das sehr positiv, unsere neue Schirmherrin ist nicht nur eine starke Frau, sie ist auch Fachanwältin für Familienrecht und kennt sich beim Thema häuslicher Gewalt sehr gut aus.“

Gewalt gegen Frauen und Kinder aber sei nach wie vor auch in Deutschland traurige Realität: Jede vierte Frau erfährt mindestens einmal in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Gewalt. Nahezu jede zweite Frau ist Opfer von psychischer Gewalt – der Täter ist zumeist eine vertraute Person. Aus Scham aber schweigen die meisten Frauen und haben so keine Chance, ihrem Martyrium zu entkommen. „Mir ist es wichtig, dass dieses Thema auch bei uns im Landkreis mehr Öffentlichkeit bekommt“, betont Beate Drobniak.

Die Not der betroffenen Frauen sei groß, sagt Irene Forgách. „Es ist mir ein wichtiges Anliegen, Frauen und Kinder vor Gewalt zu schützen und sie auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben zu unterstützen.“ Sie habe deshalb spontan „Ja“ gesagt, als sie gefragt wurde, ob sie Schirmherrin des Frauenhaus Freising werden wolle.

Nach wie vor aber fehlt es an Schutzräumen für Opfer häuslicher Gewalt - darin sind sich Beate Drobniak und Irene Forgách einig. Der Bedarf solcher Zufluchtsräume habe durch den Corona-bedingten Lockdown eine neue Intensität erhalten. Frauenhäuser nämlich bieten den betroffenen Frauen und ihren Kindern vorübergehend eine geschützte Unterkunft. Sie bekommen dort professionelle Unterstützung und Hilfe. Zudem diene eine räumliche Trennung der Deeskalation und Klärung, sagt Irene Forgách.

Die Plätze im Freisinger Frauenhaus seien schon seit Langem belegt, berichtet Beate Drobniak. „Wir platzen aus allen Nähten.“ In einem Landkreis wie Freising, in dem es kaum mehr bezahlbaren Wohnraum gebe, müssten Frauen und ihre Kinder oft sehr lange im Frauenhaus bleiben, da sie keine eigene Wohnung finden. Eine Erweiterung des Frauenhauses sei deshalb unbedingt notwendig, betont Beate Drobniak. Grünes Licht aus dem zuständigen Ministerium gebe es dafür bereits, aber: „Was uns noch fehlt, ist eine finanzierbare Immobilie. Da sind wir intensiv auf der Suche.“

 Die Diakonie Freising ist telefonisch unter der Nummer 08161 / 40 29 80 und per

E-Mail unter der Adresse verwaltung@diakonie-freising.de erreichbar.

 

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