Aktuelles

1. Februar 2021

Plötzlich im Mittelpunkt. Ein interessanter Beitrag zu den politischen Interessen, dass Frauenhaus Freising zu erweitern.

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/erding/freising-ploetzlich-im-mitte...
 

18. Dezember

WIR SAGEN DANKE:

Wunschbäume erfüllen Träume. Unter diesem Motto stand vom 29.11. – 19.12.2020 ein weihnachtlich geschmückter Christbaum mit Wunschsternen in der Werktagskirche

St. Lantpert in Freising / Lerchenfeld.

Sterne von Menschen, die sich selbst nichts zu Weihnachten leisten können, allein sind und sich ein Geschenk wünschen, hingen an dem Tannenbaum. So wünschte sich zum Beispiel eine Frau eine warme Kuscheldecke, oder eine andere Frau wünschte sich Hausschuhe und ein Herr wünschte sich eine Packung Lebkuchen. Aber auch Wünsche von Kindern, wie zum Beispiel Duplo Zootiere, Schleichtiere oder ein Malblock mit Stiften hingen an dem Baum. Bürgerinnen und Bürger haben diese Möglichkeit ergriffen, haben in der Kirche einen Wunschstern mitgenommen und durch ihren Einsatz dazu beigetragen einer anderen, ihnen unbekannten Personen einen Weihnachtswunsch zu erfüllen.

In der kommenden Woche werden nun die in der Diakonie gesammelten, liebevoll verpackten Geschenke an die Menschen im Landkreis Freising verteilt, sodass alle Beteiligten ein kleines, manchmal sogar großes Päckchen, unter dem Weihnachtsbaum vorfinden werden.

So eine wunderbare Resonanz hatten wir nicht erwartet. Wir, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pfarrei St. Lantpert, der Bücherei St. Lantpert sowie der Diakonie Freising sagen aus ganzem Herzen DANKE für die Bereitschaft der vielen Menschen anderen eine Freude zu bereiten. Dieses DANKE nehmen Sie bitte auch im Namen der Beschenkten mit in Ihr Weihnachten.

 

25. November 2020

Heute, am 25. November ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen und Kindern

Der Internationale Tag zur Beseitigung gegen Gewalt an Frauen und Kindern ist ein  am 25. November stattfindender Gedenk- und Aktionstag zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt gegenüber Frauen, Mädchen und Kinder. Alljährlich soll an diesem Tag das öffentliche Interesse auf die Gewalt gegen Frauen und Kinder gelenkt werden. „In den Vorjahren haben wir immer Aktionen in der Stadt Freising veranstaltet“, berichtet Diakonie-Vorständin Beate Drobniak. In diesem Jahr sei das Corona-bedingt aber nicht möglich. Dennoch sei es wichtig, die Aufmerksamkeit auf dieses Thema zu lenken. Im Jahr 2019 wurde in Deutschland jeden dritten Tag eine Frau durch ihren Partner oder Ex-Partner getötet. Jede dritte Frau in Deutschland ist mindestens einmal in ihrem Leben von physischer und beziehungsweise oder sexualisierter Gewalt betroffen. Etwa jede vierte Frau wird mindestens einmal Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt durch ihren Partner oder Ex-Partner. Betroffen sind Frauen aller sozialen Schichten. „Diese Frauen müssen an sich und an ihre Kinder denken und sich Unterstützung holen“, sagt Beate Drobniak.

„Die Zahlen sind erschreckend, die Folgen für die Opfer vielfältig und schwerwiegend: Ängste, Depressionen, Suizidalität, um nur einige zu nennen“, weiß die neue Schirmherrin des Freisinger Frauenhauses der Diakonie, Irene Forgách. Die Diakonie Freising bietet neben dem Frauenhaus, das als Zufluchtsort in akuten Notsituationen dient, mit ihrer Fachstelle „HilDa“ auch eine erste Anlaufstelle für Frauen und deren Kinder, die von häuslicher und sexualisierter Gewalt betroffen sind. „Häusliche Gewalt ist leider auch bei uns im Landkreis ein großes Thema“, sagt Diakonie-Vorständin Beate Drobniak. „Wir hatten in diesem Jahr bislang etwa 130 Anfragen im Frauenhaus und konnten aber nur zehn Frauen aufnehmen.“ Mit „HilDa“ will die Diakonie betroffenen Frauen und deren Kinder in dieser Krisensituation helfen, dort gibt es monatlich etwa 35 Fälle mit ganz unterschiedlichen Themen. Neben einer psychosozialen Beratung erhalten die Opfer Informationen über den Gewaltschutz, über notwendige ärztliche Untersuchungen, anwaltliche Hilfen und Strafverfahren.

Die Schirmherrin des Frauenhauses, Irene Forgách, ist Fachanwältin für Familienrecht. Sie weiß, wie schwer es vielen Frauen fällt, den ersten Schritt zu tun und sich Hilfe in dieser Situation zu holen. Deshalb will sie betroffenen Frauen zukünftig auch einmal im Monat zusätzlich zu der Unterstützung durch „HilDa“ eine rechtliche Beratung ehrenamtlich anbieten, kündigt sie an.
Diakonisches Werk Freising e. V., Johannisstr. 6, 85354 Freising, Tel. 08161 / 40 29 80, E-Mail: verwaltung@diakonie-freising.de, Website: www.diakonie-freising.de

 

Frauenhaus der Diakonie Freising hat neue Schirmherrin
Irene Forgách, die Frau des Landrats Helmut Petz, ist die neue Schirmherrin des Frauenhauses der Diakonie Freising. „Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit ihr“, sagt Diakonie-Vorständin Beate Drobniak. „Ich sehe das sehr positiv, unsere neue Schirmherrin ist nicht nur eine starke Frau, sie ist auch Fachanwältin für Familienrecht und kennt sich beim Thema häuslicher Gewalt sehr gut aus.“

Gewalt gegen Frauen und Kinder aber sei nach wie vor auch in Deutschland traurige Realität: Jede vierte Frau erfährt mindestens einmal in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Gewalt. Nahezu jede zweite Frau ist Opfer von psychischer Gewalt – der Täter ist zumeist eine vertraute Person. Aus Scham aber schweigen die meisten Frauen und haben so keine Chance, ihrem Martyrium zu entkommen. „Mir ist es wichtig, dass dieses Thema auch bei uns im Landkreis mehr Öffentlichkeit bekommt“, betont Beate Drobniak.

Die Not der betroffenen Frauen sei groß, sagt Irene Forgách. „Es ist mir ein wichtiges Anliegen, Frauen und Kinder vor Gewalt zu schützen und sie auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben zu unterstützen.“ Sie habe deshalb spontan „Ja“ gesagt, als sie gefragt wurde, ob sie Schirmherrin des Frauenhaus Freising werden wolle.

Nach wie vor aber fehlt es an Schutzräumen für Opfer häuslicher Gewalt - darin sind sich Beate Drobniak und Irene Forgách einig. Der Bedarf solcher Zufluchtsräume habe durch den Corona-bedingten Lockdown eine neue Intensität erhalten. Frauenhäuser nämlich bieten den betroffenen Frauen und ihren Kindern vorübergehend eine geschützte Unterkunft. Sie bekommen dort professionelle Unterstützung und Hilfe. Zudem diene eine räumliche Trennung der Deeskalation und Klärung, sagt Irene Forgách.

Die Plätze im Freisinger Frauenhaus seien schon seit Langem belegt, berichtet Beate Drobniak. „Wir platzen aus allen Nähten.“ In einem Landkreis wie Freising, in dem es kaum mehr bezahlbaren Wohnraum gebe, müssten Frauen und ihre Kinder oft sehr lange im Frauenhaus bleiben, da sie keine eigene Wohnung finden. Eine Erweiterung des Frauenhauses sei deshalb unbedingt notwendig, betont Beate Drobniak. Grünes Licht aus dem zuständigen Ministerium gebe es dafür bereits, aber: „Was uns noch fehlt, ist eine finanzierbare Immobilie. Da sind wir intensiv auf der Suche.“

 Die Diakonie Freising ist telefonisch unter der Nummer 08161 / 40 29 80 und per

E-Mail unter der Adresse verwaltung@diakonie-freising.de erreichbar.

 

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